Mit vielen Unterrichtsideen zurück in Sachsen-Anhalt - Lehrkräfte der Edith-Stein-Schulstiftung besuchen Marchtaler-Plan-Schulen in Süddeutschland

12.07.2023

Acht Lehrkräfte aus den Grund- und weiterführenden Schulen der Edith-Stein-Schulstiftung haben im Juni dieses Jahres an einer Studienfahrt zum St. Meinrad-Gymnasium in Rottenburg/Neckar und zur St. Martin-Bodensee-Schule in Friedrichshafen teilgenommen.

Zu Beginn des Schuljahres hatte der Pädagogische Vorstand, Herr Lipowski, den Grundschulen der ESS eine Druckfassung des überarbeiteten ursprünglich aus Obermarchtal stammenden reformorientierten Lehrplanes zur Marchtaler-Plan-Pädagogik übergeben. Dieses neue Lehrplankonzept war auf die Verhältnisse im Bistum Magdeburg von eigenen Lehrkräften angepasst und weiterentwickelt worden und trägt nun den Namen „Magdeburger-Plan“.

Während der Studienfahrt konnten sich Lehrkräfte durch Hospitationen in Schulen fortbilden, die bereits seit vielen Jahrzehnten die Marchtaler-Plan-Pädagogik in ihren Unterrichtsalltag und ihrer Schulkultur integriert haben. Insbesondere die dortige Umsetzung von Freiarbeit und Vernetztem Unterricht interessierte die Besucher aus Sachsen-Anhalt.

Das Gebäude des St. Meinrad-Gymnasiums lud mit seinem offenen und freundlichen Eingangsbereich ein, die von Schülerinnen und Schülern gestalteten Kunstwerke und Erfindungen zu bestaunen. Die Lehrkräfte konnten mehrere Unterrichtsstunden hospitieren, um einen Eindruck von der dortigen Arbeit mit dem Vernetzten Unterricht zu bekommen. „Die durchgehend freundliche Betreuung ermöglichte uns, alle Fragen zu stellen und in einen guten Austausch auf kollegialer Ebene zu kommen“, berichtet Laura Kliche, eine der Teilnehmerinnen.

Die St. Martin-Bodensee-Schule begrüßte die Lehrkräfte mit einem weitläufigen an ein angrenzendes Waldgebiet anschließendes Schulgelände. „Bei einem gemeinsamen Frühstück mit weiteren Kolleginnen aus dem Umkreis, wurde uns das Marchtaler-Plan-Schulkonzept und dessen Umsetzung im Schulgebäude erläutert“, erinnert sich Andreas Hennig, der die Studienfahrt initiiert und mit den Mitarbeiterinnen des Referats Lehrerfortbildung organisiert hatte.

Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Studienfahrt begrüßten die Möglichkeit zum Fachaustausch mit den Kolleginnen in Süddeutschland. Viele Ideen für den eigenen Unterricht konnten gesammelt, Lernsettings diskutiert und spezifisches Unterrichtsmaterial begutachtet werden. „Außerdem konnten wir uns innerhalb unserer Reisegruppe austauschen und einige hilfreiche Anregungen für unsere eigene Schule bekommen“, resümiert Laura Kliche, die sich bereits jetzt auf die Möglichkeit zur Erprobung im kommenden Schuljahr freut.

 

Text: P. Erben-Grütz, L. Kliche

Bild: L. Kliche