Viele haben gedankt, vielen ist zu danken.

01.03.2019

Knapp 18 Jahre lang bekleidete Peter Brause das Amt des Abteilungsleiters für Religionspädagogik der Edith-Stein-Schulstiftung im Bistums Magdeburg. Zum 01. März wechselt er in das Bistum Rottenburg-Stuttgart. In einem Gottesdienst wurde er nun von Bischof Dr. Gerhard Feige unter der Anwesenheit von über 40 Weggefährten feierlich verabschiedet.

 „Ein Abschied bringt immer gemischte Gefühle mit sich, dennoch überwiegt bei Ihnen der Dank“, so die einleitenden Worte des Bischofs. Auch im weiteren Verlauf des Gottesdienstes stand das Handeln Brauses im Zentrum.

 So beschreibt Feige in seiner Predigt, bezogen auf das Matthäusevangelium und die Geschichte über den Herrn, der seinen Dienern Talente zur Aufbewahrung übergibt, die Begabungen von Peter Brause. Gott gibt jedem Menschen ein „Grundkapital an Lebensmöglichkeiten, Begabungen und Zutrauen“. Uns, den Dienern, stehe es frei, dieses Kapital zu entfalten und zu vermehren, wie die ersten Beiden es getan haben, oder sie aus Mangel an Vertrauen zu verstecken, so wie der dritte Diener.

 Brauses Gaben bestanden darin, sich in den „Dienst der Menschwerdung der Kinder und Jugendlichen“ zu stellen und sie „in die Freiheit zu begleiten: eine Freiheit, in der sie immer mehr erkennen, wer sie sind und was Gott mit ihnen vorhat, eine Freiheit, in der sie lernen, sich in der Flut der Informationen zurechtzufinden, die durch die Medien auf sie einströmen, und in der Vielfalt heutiger Lebensmöglichkeiten eine eigene Position zu beziehen.“

 Zum Ende des Gottesdienstes stellte Bischof Feige Peter Brause unter Gottes Segen, dankte ihm für seine Verdienste im Bistum Magdeburg und wünschte ihm Kraft und Mut für seinen neuen Lebensweg.

 Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Anwesenden zu einem Empfang im Bischöflichen Ordinariat eingeladen. Hier folgte eine große Anzahl an Gruß- und Dankesworten, wie das von Steffen Lipowski, Leiter der Edith-Stein-Schulstiftung. Dieser stellte seinen Kollegen als einen Freund dar, der einen großen Verdienst am Religionsunterricht hat. „Es gibt keinen neuen Religionsplan, der nicht seine Handschrift trägt, keinen Absolventen und keine Absolventin für Religionslehre, der oder die nicht von ihm begleitet wurde und kein Schulbuch, das nicht durch seine Hände ging.“ Auch nannte er Brause einen Generalisten, der nicht nur auf einem, sondern auf vielen Gebieten Leistung zeigen konnte.

 Nach Lipowski ergriff Prof. Dr. Harald Schwillus, Leiter der Religionspädagogik und Katechetik mit Schwerpunkt Didaktik des katholischen Religionsunterrichts an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Für ihn war Peter Brause ein Fachmann und ein kompetenter Partner. Durch seine Ausarbeitung der Studien- und Prüfungsordnung für die Martin-Luther-Universität sei überhaupt erst die Grundlage für die Ausbildung von Religionslehrer geschaffen wurden.

 Es folgten weitere Ansprachen von Brauses evangelischen Kollegen, Sören Brenner, Vertreter der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und Ramona Möbius, evangelische Landeskirche Anhalt. Genauso sprachen die Berliner Vertreter Mathias Bröckl, Leiter des Teilbereiches für Religionsunterricht und Religionspädagogik im Erzbistum und Prof. Dr. Matthias Hahn von der evangelische Hochschule der Bundeshauptstadt sowie die Schulleitungen der Schulstiftung ihren Dank aus.

 Zu guter Letzt ergriff Peter Brause selbst das Wort und dankte für die guten Wünsche und ihre Bitte um Segen für ihn. „Etwas Besseres, als unter dem Segen Gottes auf einen neuen Weg zu gehen, kann es nicht geben.“ In seiner Ansprache gab er den Dank an seine Wegbegleiter zurück, besonders an seine unmittelbaren Kollegen aus der Schulstiftung, auf die er sich zu jeder Zeit verlassen konnte. „Der Grad der Arbeitsteilung war bei uns sehr hoch, die Kooperation aber auch.“

 Seine Arbeit im Bistum Magdeburg habe Brause gelehrt, den „Bildungsauftrag nicht in Bistums- oder Konfessionsgrenzen zu denken.“ Aus diesem Grund hofft er, auch in Zukunft mit vielen seiner ehemaligen Kollegen zusammen arbeiten zu können.

 (Titus Tekaath, Pressestelle Bischöfliches Ordinariat Magdeburg)

Lawinenunglück in Österreich

11.01.2019

Schülerinnen und Schüler des Skikurses unseres Elisabeth-Gymnasiums sind am Mittwoch in Österreich von einer Lawine erfasst worden.

Allen betroffenen Schülerinnen und Schülern geht es gut, sie haben das Krankenhaus verlassen und sind wieder bei der Gruppe!

„Wir sind froh über das schnelle, sorgsame und professionelle Handeln aller Beteiligten, sowohl der Rettungskräfte auf der Skipiste als auch den Verantwortlichen im Tal. Unsere Schülerinnen und Schüler werden von unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort umsichtig begleitet. Alle Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Kolleginnen und Kollegen erwarten wir wohlbehalten zurück“, sagt Schulleiter Hans-Michael Mingenbach.

„Das höchste Gut ist die körperliche und geistige Unversehrtheit der uns anvertrauten Menschen“, sagt Stiftungsdirektor Steffen Lipowski. Bis auf weiteres werden deshalb alle schon geplanten Skikurse an den Schulen der Stiftung ausgesetzt.

 Der Stiftungsdirektor bedankt sich ausdrücklich bei allen begleitenden Lehrerinnen und Lehrern sowie den weiteren Betreuern. "Sie haben sich mit großer Umsicht, Einsatzbereitschaft und dem notwendigen Einfühlungsvermögen um unsere Schülerinnen und Schüler gekümmert.“

 

 

Die AfD als Partei der „Kümmerer“?

02.11.2018

Gegenwärtig schaltet die AfD in mehreren Bundesländern Webseiten frei, auf denen Lehrer gemeldet werden sollen, die sich AfD-kritisch äußern. Das ist auch für unser Bundesland geplant.

Der Aufruf zur organisierten Denunziation, zuletzt auf dem Territorium der DDR gängige Praxis und Instrument der Staatssicherheit, legt das wahre Gesicht dieser Partei einmal mehr offen.

Die AfD missachtet das demokratische Prinzip der politischen Meinungsfreiheit und begründet dies  mit der Forderung nach „politischer Neutralität“ von Lehrern.

 Steffen Lipowski, Stiftungsdirektor, nimmt dazu wie folgt Stellung: „AfD-Plattformen, auf denen Schüler AfD-kritische  Äußerungen ihrer Lehrer melden sollen, verurteile ich auf das Schärfste. Schulen in katholischer Trägerschaft verstehen sich nicht zur politischen und weltanschaulichen Neutralität verpflichtet. Unsere Schulen, auf dem christlichen Menschenbild fußend und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Landesverfassung von Sachsen-Anhalt einhaltend, stehen den wahren  Interessen der AfD diametral entgegen. Wir stehen für Menschlichkeit, Menschenwürde, Solidarität, Weltoffenheit und nicht für Ausgrenzung, Verfolgung und das Schüren von Ängsten. Dies zeigt auch die von den Bevollmächtigten der katholischen Bischöfe gegenüber den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Auftrag gegebene Studie Grundpositionen der Partei „Alternative für Deutschland“ und der Katholischen Soziallehre im Vergleich ( https://www.uni-muenster.de/FB2/ics/publikationen/AP8.html )", so Lipowski.

Funkkontakt zur Raumstation ISS bietet Gänsehautmomente im Liborius Gymnasium

01.11.2018

In einem Zeitfenster von nur 10 Minuten schwebte die Internationale Raumstation ISS direkt über Dessau. Schülerinnen und Schüler vom Liborius Gymnasium nutzen die Zeit, Funkkontakt zur Raumstation und dem Astronauten Alexander Gerst herzustellen. Rund 300 Schüler, Lehrer und geladene Gäste saßen gespannt in der Schulaula und lauschten dem Amateurfunker-Code ins All. „Delta Kilo Zero Lima Golf calling,“ so versuchte es minutenlang Physiklehrer und Hauptinitiator des ISS-Projektes, Jens Home, den Kontakt zur ISS herzustellen. Dann endlich das kosmische Rauschen und die klare Stimme des Kommandeurs der Raumstation. Was für ein Gänsehautmoment!

400 Kilometer über Dessau schwebte die Raumstation auf ihrem Weg durchs All. Und Astro-Alex, wie Astronaut Gerst gern in den Sozialen Netzwerken genannt wird, beantwortete klar, ehrlich und fröhlich die Fragen der Schülerinnen und Schüler. So wollte Serenity aus der AG Amateurfunk und Elektronik wissen, was Gerst bei der Landung nach seiner ersten Mission gedacht habe und er antwortete: Boah, ist das schwer hier!“ Und Johann fragte: „Was schätzen Sie am Leben auf der Erde am meisten?“ Der Kommandant der ISS erklärte den Zuhörern, dass er früher seinen Blick einfach nur in den Himmel und ins All gerichtet hatte, bis zu dem Moment, in dem er sich seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen konnte. „Aus dem All bekommst du den Perspektivwechsel! Denn unsere Erde ist der einzig besondere Ort.“ Und Schwupps, schon war er fort, dreht weitere Bahnen um unseren besonderen Planeten.

Dieses außergewöhnliche Ereignis in der Schulaula des Liborius Gymnasium ist aber nicht vom Himmel gefallen. Viel Arbeit und Herzblut wurde in die Vorbereitung gesteckt. Einzelne Gruppen erklärten den Gästen verschiedene Vorbereitungsschritte. Vor allem die Technik musste im Vorfeld genau abgestimmt und eingespielt werden. Von der Funkantenne bis zum Polarisationsschalter an der Funkstation in der Aula. Es musste gelötet, verkabelt und gelernt werden. Für die Unterstützung auch der Funkamateure dankte Home und resümiert: „So etwas erlebst du nur einmal!“ Auch wenn er noch kein neues konkretes Großprojekt im Auge hat, so sind sich alle sicher, dass schon bald eine frische Vision die Astronomiekurse und die zahlreichen AGs wehen wird. - Over and out!

Videomitschnitt unter: www.youtube.com/watch?v=VlsDUjfN-2A

 

Haushalt der ESS für das Schuljahr 2018/2019 mit positiver Entwicklung

31.08.2018

Dank der erhöhten Elternbeiträge und der geänderten Regelungen zur Refinanzierung freier Schulträger im Schulgesetz ab 01.08.2018 konnte die Unterdeckung im Haushalt der ESS deutlich verringert werden. „Während wir bei den Elternbeiträgen schon an die Belastungsgrenze für Familien gegangen sind, kommt das Land seiner Verpflichtung zur Gleichbehandlung von Landeskindern noch immer nicht nach“, formuliert Stiftungsdirektor Steffen Lipowski. "Die Stellen von Verwaltungskräften, Sekretärinnen und Hausmeistern werden noch immer nicht ausreichend refinanziert. Kosten für IT-Fachkräfte oder Datenschutzbeauftrage und Gebäudekosten bleiben weiterhin unberücksichtigt. Hier bleibt die Landesregierung in der Pflicht“, so der Stiftungsdirektor.