Katholische Schulen haben Klagen eingereicht

27.11.2019

Die Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg klagt für ihre Schulen vor den zuständigen Verwaltungsgerichten in Magdeburg und Halle. „Es bestehen über die Berechnung der öffentlichen Finanzhilfen für unsere Schulen zwischen dem Land und der Schulträgerin unterschiedliche Rechtsauffassungen. Eine direkte Verständigung hierüber konnte leider bislang nicht erzielt werden. Deswegen sind wir jetzt verpflichtet, eine Entscheidung hierzu durch das Gericht anzubahnen, “ so Steffen Lipowski, Direktor der Schulstiftung.

Die Klägerin ist der Auffassung, dass eine rechtmäßige Finanzierung ihrer Schulen auf der Grundlage des Schulgesetzes seit dem 01. Januar 2018 nicht mehr erfolgt ist.

Freie Schulen kündigen Klagewelle an

29.08.2019

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung des VDP und der LAG im Magdeburger Domgymnasium am 27.08.2019 hat Stiftungsdirektor Steffen Lipowski bekannt gegeben, nunmehr das Klageverfahren gegen die unrechtmäßige Refinanzierung der acht Schulen in Gang zu setzen. Dazu wurde er bereits von einem Fachanwalt der beauftragten Sozietät Busse & Miessen (Bonn) begleitet. Er brachte in der Veranstaltung deutlich zum Ausdruck, dass das Fass nun übergelaufen sei. Seit Monaten hält das Bildungsministerium die freien Schulen hin, lässt sie sozusagen „am langen Arm verhungern“. Es gehe um die rechtsstaatliche Umsetzung und Anwendung der Landesverfassung und des Schulgesetzes, um nicht mehr und nicht weniger!

Pressemitteilung

Lehrer auf der Schulbank

27.08.2019

Die Edith-Stein-Schulstiftung startet im neuen Schuljahr mit einer deutlich verbesserten IT-Ausstattung in allen Schulen. Neue Board, Beamer, Laptopwagen mit Klassensätzen für den Unterricht …. Der Umgang mit den neuen Medien muss aber gelernt sein und so sitzen jetzt die Kolleginnen und Kollegen auf der Schulbank und lassen sich den Umgang mit den Medien für den Schulalltag erklären.

Auch der Stiftungsdirektor Steffen Lipowski hat an der ersten Fortbildung teilgenommen. Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen freut er sich über die neue IT-Ausstattung an den Schulen, die so ein zeitgemäßes Lernen ermöglichen. Die Begeisterung und die Lernbereitschaft aller Lehrer hat ihn besonders erfreut.

Für andere ein Regenbogen sein

23.08.2019
Bei strahlend blauem Himmel feierten Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerkollegium und zahlreiche Gäste den 20. Geburtstag der Sankt Mechthild Grundschule und des Hortes in Magdeburg. Auch Bischof Dr. Gerhard Feige war gekommen, um den Schulgeburtstag mit einem feierlichen Gottesdienst zu eröffnen und der Schulgemeinschaft einen Segen zu spenden.

Der Regenbogen als Zeichen Gottes für die Einzigartigkeit der Schöpfung stand im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. „Auch wenn uns ein grauer Himmel oftmals nicht so gut gefällt“, erläutert die stellvertretende Schulleiterin Eva Knopp, „Sonne und Regen gehören zusammen! Dann entsteht so ein wunderbarer Regenbogen. Gott schenkt uns die Farben, die die Verschiedenartigkeit der Menschen und der Schöpfung symbolisieren.“

Bischof Feige griff in seiner Predigt das Thema auf: „Schon im Mittelalter war der Regenbogen für viele Menschen ein Zeichen Gottes.“ Nicht nur die Namenspatronin der Schule, Mechthild von Hackeborn, sondern auch ihre Helfta-Klosterschwester Mechthild von Magdeburg waren von dem Regenbogen fasziniert. „Er hat in ihnen eine Sehnsucht erweckt, die sie erahnen ließ, dass es da noch etwas anderes geben muss“, so der Bischof. „Immer wenn ihr in Staunen kommt, zeigt sich das Licht Gottes. Ich wünsche euch, dass ihr es wahrnehmen und selbst auch für andere ein Regenbogen sein könnt.“

Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Schulgemeinschaft der Sankt Mechthild Grundschule im Foyer, um nach der Segnung das erste „eigene“ Mechthild-Lied, das eigens zum Jubiläum komponiert wurde, zu singen. So fröhlich eingestimmt gratulierte auch der Direktor der Schulstiftung, Steffen Lipowski zum 20. „Die Grundschule und der Hort sind vor 20 Jahren aus einer Elterninitiative hervorgegangen.“ Das Bistum Magdeburg, das zu dem Zeitpunkt selbst erst fünf Jahre jung war, aber schon direkt in der Wendezeit drei Gymnasien errichtet hatte, erkannte den Bedarf, ergriff die Chance durch die Elterninitiative und ergänzte das Schulangebot. Den Mut, sich so stark für ein breites Bildungsangebot einzusetzen, zogen die Beteiligten aus dem ureigenen Auftrag von Kirche. „Denn Bildung sichert den Menschen Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und läßt sie an der Menschwerdung aktiv und in sozialer Verantwortung mit gestalten“, so Lipowski. (sus, leicht gekürzt)

Alle Fächer der Stundentafeln im neuen Schuljahr mit Fachpersonal besetzt!

19.08.2019

Das Land Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Monaten mit dem „Lockmittel der Verbeamtung“ auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Edith-Stein-Schulstiftung abgeworben. Mit großen Bemühungen ist es aber gelungen, schon im letzten Schuljahr und in den zurückliegenden Sommermonaten mehr als 20 neue geeignete und motivierte Lehrerinnen und Lehrer zu gewinnen.

Durch diese enormen Anstrengungen haben in der vergangenen Woche 3.313 Schülerinnen und Schüler an den acht Schulen ihre Stundenpläne erhalten, die alle Fächer der Stundentafeln mit Fachpersonal ausweisen.

„Allen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie ihren Familien wünsche ich ein segensreiches neues Schuljahr“, so Stiftungsdirektor Lipowski.

Ausgeglichener Haushaltsplan für das nächste Schuljahr 2019/2020

26.07.2019

Der Stiftungsrat hat in zweiter Lesung am 04.07.2019 den Haushaltsplan für das Schuljahr 2019/2020 mit Gesamteinnahmen von 27.575.450,00 € und Gesamtaufwendungen von 26.817.705,00 € beschlossen. Die Schulstiftung plant Neuinvestitionen von 114.500,00 € und tilgt Schulden in Höhe von 249.709,00 €.  Erstmals könnte mit dem geplanten Differenzbetrag i. H. v. 393.536,00 € nach vielen Jahren der Entnahme wieder eine Zuführung zu den deutlich abgeschmolzenen Rücklagen für das Schuljahr 2019/20 erfolgen.

 Übrigens: Die Gesamteinnahmen speisen sich aus den drei „Säulen“ der staatlichen Refinanzierung, dem Eigenanteil (Erträgen aus dem Stiftungsvermögen + Zuschuss des Bistums) und den Schulgeldzahlungen der Eltern.

Da wesentliche Planzahlen des Haushaltsplanes 2019/20 auf rechtsunsicherer Grundlage erfolgen mussten, hat der Stiftungsrat außerdem entschieden, in Abstimmung mit anderen freien Schulträgern in Sachsen-Anhalt, die noch nicht rechtlich gesicherten Ansprüche auf dem Klageweg gegen das Land Sachsen-Anhalt durchzusetzen, wenn sich die gegenwärtige Rechtsunsicherheit bis zum Beginn des geplanten Haushaltsjahres fortsetzen sollte.

Wünsche schicken wir wie Sterne ... Bewegende Trauerfeier der Sankt-Franziskus-Grundschule zum Tod ihres Mitschülers und seiner Mutter

10.05.2019

„Unsere Schulkerze brennt“, beginnt Schulleiterin Iris Wiese den Trauergottesdienst in der Kirche zur heiligsten Dreifaltigkeit in Halle. Schüler, Lehrer, Erzieher, Seelsorger und Eltern haben sich zu Fuß von der Sankt-Franziskus-Grundschule zur Kirche auf den Weg gemacht, um Jakob und seiner Mutter die letzte Ehre zu erweisen. Mit dabei war auch die Sekundarstufe des benachbarten Elisabeth-Gymnasiums. Und es war spürbar, trotz der großen Traurigkeit, waren alle getragen von der großen Gemeinschaft.

Kurz nach Ostern waren Jakob und seine Mutter auf Teneriffa bei einem tragischen Gewaltverbrechen zu Tode gekommen. Der jüngere Bruder überlebte das Geschehen. Beide Brüder waren Schüler der katholischen Grundschule Sankt Franziskus.

Seit einer Woche gab es in der Schule einen Raum der Stille, in dem die Mitschüler und Freunde persönlich gestaltete Bilder, Bastelarbeiten und Texte ablegen konnten. „Auch wenn wir trauern, wütend sind und ratlos“, so die Schulleiterin, „haben wir gemerkt, dass wir eine Gemeinschaft sind. Wir weinen und lachen zusammen.“ Nach den vielen Gesprächen auch mit Seelsorgern ist die Gemeinschaft noch einmal zusammengewachsen.

„Wir haben gelernt, dass wir Verantwoortung haben, für uns und die Gemeinschaft“, so Wiese. Die Trauer, Wut und Ohnmacht nahmen sie mit auf den Weg und brachten ihn ins Haus Gottes. „Hier dürfen wir uns unter Gottes Schutz stellen“, so Pater Clemens, der als Schulpfarrer und Seelsorger den bewegenden Gottesdienst leitete.

Zum Abschluss konnte Schulleiterin Iris Wiese noch eine frohe Botschaft vom überlebenden Mitschüler übermitteln: „Jonas geht seit drei Tagen auf seine neue Schule in der Nähe seiner Angehörigen und es geht ihm den Umständen entsprechend gut.“

Der Förderverein der Sankt Franziskus Grundschule hatte in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen erhalten, wie denn Jonas geholfen werden könne. Dazu wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

„Die Nachricht vom Tod unseres Mitschülers Jakob und seiner Mutter hat unsere Schulgemeinschaft zutiefst erschüttert und berührt“, so der Vorsitzende des Fördervereins Ludwig Kuttner.

Falls auch Sie helfen möchten:

Spendenkonto JONAS
IBAN: DE84 8005 3762 1894 0900 78
BIC: NOLADE21HAL
Bank: Saalesparkasse
Betreff: JONAS

(Pressestelle Bistum Magdeburg)

 

Wir sind bestürzt und unendlich traurig

30.04.2019

In der vergangenen Woche wurde auf der Insel Teneriffa ein fürchterliches Verbrechen an und in einer Familie aus unserer St. Franziskus-Grundschule begangen. Wir sind zutiefst bestürzt und unendlich traurig. Es ist für uns alle noch unfassbar, wie ein solches Leid geschehen konnte. Das Krisenteam der Schule ist sofort nach Bekanntwerden des Verbrechens zusammen gekommen und hat alle notwendigen Maßnahmen und weiteren Schritte koordiniert. Mit folgendem Elternbrief ist die Schulgemeinschaft informiert worden (Auszug):

Brief an die Elternschaft

Wir bitten inständig alle Pressevertreter die Trauer unserer Schulgemeinschaft zu respektieren und von Befragungen und Interviews Abstand zu nehmen.

In Abstimmung mit der Schul- und Hortleitung hat sich der Förderverein der Schule entschieden, folgendes Spendenkonto einzurichten.

Spendenkonto JONAS

IBAN: DE84 8005 3762 1894 0900 78

BIC: NOLADE21HAL

Bank: Saalesparkasse

Betreff: JONAS