Ausgeglichener Haushaltsplan für das anstehende Schuljahr 2022/2023

28.07.2022

Der Stiftungsrat hat in der zweiten Lesung am 29.06.2022 den Haushaltsplan für das Schuljahr 2022/2023 mit Gesamteinnahmen von 29.674.250,-- € und Gesamtaufwendungen von 29.267.450,-- € beschlossen. Der geplante Differenzbetrag i. H. v. 535.000,-- € wird den Rücklagen für das Schuljahr 2022/2023 zugeführt.

Übrigens: Die Gesamteinnahmen speisen sich aus den drei „Säulen“ der staatlichen Refinanzierung, dem Eigenanteil (Erträgen aus dem Stiftungsvermögen + Zuschuss des Bistums) und den Schulgeldzahlungen der Eltern.

Ökumenischer Fachtag zu 30 Jahren Religionsunterricht im Land Sachsen-Anhalt

18.07.2022

Wertschätzung der Lehrkräfte und Absprachen zwischen Land und Kirchen für die Zukunft der Religionsunterrichte getroffen                                         

Was hat die Suche nach dem “Michel” im Hamburger Modell mit dem Ökumenischen Religionslehrertag zu 30 Jahren Religionsunterricht im Land zu tun? – Nur so viel, als dass die Gruppe um das Improvisationstheater Kaltstart e.V. aus Halle/S. mit ihrer Darstellung, wie das Fach Religion auch unterrichtet werden könnte, den anwesenden Religionslehrkräften und Bildungsverantwortlichen ein herzhaftes Lachen entlockte.

Zu Beginn des Tages feierten die Lehrkräfte zusammen mit den leitenden Geistlichen der katholischen und den evangelischen Kirchen, Herrn Generalvikar Dr. B. Scholz (in Vertretung von Bischof Dr. Feige), Landesbischof F. Kramer und Kirchenpräsident J. Liebig einen Gottesdienst in der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg, an dessen Abschluss sie sich persönlich den Segen zusprechen lassen konnten.

Der sich anschließende Festakt im Roncalli-Haus widmete sich dem Rückblick auf 30 Jahre Religionsunterrichte im Land und dessen Zukunft in den kommenden Dekaden. Nach einer Begrüßung der Gäste und Würdigung des Einsatzes der Religionslehrkräfte durch die Veranstalter des Tages, Frau P. Erben-Grütz (Edith-Stein-Schulstiftung) und Herrn Dr. E. Steinhäuser (Pädagogisch-Theologisches Institut), trafen sich Vertreter von Kirchen und Land auf dem Podium. Die Ministerin für Bildung, Frau E. Feußner, der Leiter des Landesschulamtes, Herr G. Degner, und der Leiter des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerfortbildung (LISA), Herr Th. Schödel stellten sich den Fragen der beiden kirchlichen Beauftragten, A. Steinhäuser (Ev. Kirche Mitteldeutschlands) und St. Rether (Bistum Magdeburg). Am Nachmittag hatten die Religionslehrkräfte die Möglichkeit, in Workshops mit allen Gästen ins Gespräch zu kommen und ihre Fragen zu stellen. Der von St. Lipowski (Edith-Stein-Schulstiftung) moderierte Workshop 1 widmete sich dem Verhältnis von kirchlicher und staatlicher Bildungspolitik. Workshop 2, in dem auch die Lehrstuhlinhaber für Religionspädagogik, Prof. M. Domsgen und Prof. H. Schwillus für Fragen ansprechbar waren, thematisierte die Aus- und Fortbildung von Religionslehrkräften. In Workshop 3, der das Thema Unterrichtsorganisation aufgriff, berichteten die Schulbeauftragten der Kirchen, Frau K. Drohberg, Frau I. Sylvester und Herrn S. Brenner von ihren langjährigen Erfahrungen in der Organisation von Lerngruppen im Religionsunterricht.

Im Austausch betonte die Ministerin die Bedeutung der Religionsunterrichte angesichts der gesellschaftlichen Krisensituation. Friedensbildung, die Einübung von Solidarität und nachhaltigem Handeln seien wichtige gesellschaftsrelevante Beiträge, die neben Ethik auch im Religionsunterricht vermittelt würden. Deshalb bestehe überwiegender Konsens in Landesregierung und Kabinett die Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht in öffentlichen Schulen auch künftig zu gewährleisten. Die von einer Arbeitsgruppe erarbeitete Handreichung für Schulleitungen zu Fragen der Einrichtung und Organisation von Lerngruppen sei deshalb ein wichtiges Instrument, religiöse Bildung als Teil der allgemeinen Bildung zu fördern. Auch der beschrittene Weg der Kooperation zwischen den beiden Kirchen im Religionsunterricht sei eine zukunftssichernde Option für die Religionsunterrichte. Dafür lohne es sich, sowohl von Seiten des Landes als auch der Kirchen verstärkte Maßnahmen zur Werbung von interessierten Schülern und Studierenden für den Beruf der Religionslehrkraft zu unternehmen. Insbesondere im Bereich der Sekundarschulen bedürfe es eines verstärkten Engagements von Staat und Kirchen Religionslehrkräfte zu gewinnen.

Der Leiter des Landesschulamtes, G. Degner, sicherte zu, das Einwahlverfahren in die werteorientierenden Fächer hinsichtlich Transparenz und Kommunikation zu den Leitungen öffentlicher Schulen zu überprüfen. Er versprach, die Schulbeauftragten der Kirchen in die Dienstberatungen der Schulleitungen zu Fragen des Religionsunterrichtes mit einzubeziehen. Außerdem müsse in seinem Haus geprüft werden, ob kirchliche Religionslehrkräfte auch als Mentoren für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst eingesetzt werden könnten. Zugleich warb Degner um die Mitwirkung der Kirchen hinsichtlich der Entsendung von kirchlichen Religionslehrkräften in die Schulen des Landes. Für die zu erwartende Pandemiewelle im Herbst versprach er, die Vorgaben hinsichtlich schulischer Hygienepläne mit Blick auf die z.T. differierenden Organisationsformate der Religionsunterrichte überarbeiten zu lassen.

Thomas Schödel als Direktor des LISA machte in den Gesprächen auf dem Podium und im Workshop deutlich, dass sich religiöse Bildung nicht nur auf die Erteilung von Religionsunterricht begrenzt, sondern auch in vielfältigen außerfachlichen Projekten der Schulkultur zum Ausdruck kommt. Als vormaliger Leiter der Landesschule Pforta, zu deren Besitz sogar eine eigene Kirche gehöre, habe er erlebt, wie sich Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Formaten und zu unterschiedlichen Anlässen im Schuljahr mit Fragen von Weltanschauungen, Religion oder Philosophie auseinandergesetzt hätten. Dafür sei es immer notwendig gewesen, dass sie fachlich kompetente Ansprechpartner/innen in ihrer Nähe hatten, zu denen sich aufgrund der Bedeutung dieser Fragen nicht selten auch ein Vertrauensverhältnis entwickelt habe. Es lohne sich deshalb in die gute fachliche Ausbildung von Religionslehrkräften und auch in Qualifizierungsmaßnahmen zu Schulseelsorge und Schulpastoral zu investieren.  Für die Zukunft der Religionsunterrichte im Land sieht Schödel ein großes Potential in der Einbindung in überfachliche Projekte wie bspw. zu Digitalisierung und nachhaltigem Handeln. Ähnliche Entwicklungen nahmen auch Fortbildungsverantwortliche der Kirchen in Workshop 2 wahr, die davon berichteten, dass zunehmend digitale Formate von Lehrerfortbildungen oder Fortbildungen an anderen Lernorten nachgefragt würden.

Am Ende des Tages ließ sich der gesuchte “Michel” im Hamburger Modell zwar noch immer nicht auffinden, dafür war aber die Zufriedenheit der Bildungsverantwortlichen in Land und Kirchen über getroffene Absprachen und die gelungene Festveranstaltung allseits spürbar.

 P. Erben-Grütz

 Video (PTI)

(Foto: Sperling)

Gemeinsam für gute Bildung

15.07.2022

Erstes Treffen des Kuratoriums der Edith-Stein-Schulstiftung                      

 

Sichtlich gut gelaunt trafen sich die Kuratoriumsmitglieder der Edith-Stein-Schulstiftung mit dem Stiftungsrat und den Schulleitern der katholischen Schulen im Bistum Magdeburg. Zwar sind die Mitglieder schon seit über 2 Jahren in dieses wichtige Amt berufen, ein erstes Treffen konnte aber pandemiebedingt erst jetzt stattfinden. Zu den Mitgliedern des aktuellen Kuratoriums der Schulstiftung gehören: Dr. Michael Ermrich, Dr. Michael Lehmann,  Klemens Koschig, Sabine Krause-Heisterkamp, Prof. Dr. Claudia Nothelle, Christoph Rink, Wigbert Schwenke, Meinolf Thorak, Daniel Trutwin und Dr. Afra Waterkamp.

Zum gemeinsamen Gottesdienst war auch Altbischof Leo Nowak gekommen, sichtlich gerührt, dass sein mutiges Unterfangen, nämlich im neuentstandenen Diasporabistum Magdeburg gleich sieben katholische Schulen zu gründen, so erfolgreich weitergeführt wird. „Unser Partnerbistum Paderborn hielt damals eine Schule für vernünftig“, erinnert sich Bischof Dr. Gerhard Feige, der froh ist, während seiner Amtszeit wenigstens noch eine weitere katholische Schule gegründet zu haben. Mit der St. Mauritius-Sekundarschule in Halle (Saale) sind noch drei Gymnasien und vier Grundschulen in der Trägerschaft der Edith-Stein-Schulstiftung. Den Bischof freut es besonders, dass in diesen Schulen die Kinder und Jugendlichen in Würde zu Persönlichkeiten ausgebildet und dabei auch die soziale Komponente gestärkt werde. 

„Die Schulstiftung zeigt, dass mein ‚Mantra‘ von unserer schöpferischen Minderheit, die im ökumenischen Geist und in Kooperation mit anderen Partnern der Gesellschaft unterwegs ist, keine bloße Theorie ist“, so Feige.

Als stellvertretender Stiftungsrat begrüßte Stephan Rether die Kuratoriumsmitglieder auch im Namen des erkrankten Generalvikars Dr. Bernhard Scholz und zählte gleich ein paar Themen auf, an deren Lösung die Kuratorinnen und Kuratoren mitarbeiten sollten. Darunter die Aufgabe von Schulen in herausfordernden Zeiten, das Ringen mit der Landesregierung um faire Refinanzierung, die Personalsituation an allen Schulen oder der Religionsunterricht an staatlichen Schulen. „Ich hoffe, dass es uns gemeinsam gelingt, unsere Schulen weiter so aufzustellen, dass sie positiv in die Gesellschaft hineinwirken können.“

Die Aufgabe des Kuratoriums ist es laut Satzung, die Stiftung in allen grundsätzlichen Fragen zu beraten sowie den Gedanken der Stiftung in die verschiedenen Bereiche des gesellschaftlichen Lebens einzubringen und um Unterstützung für die Stiftung zu werben. Dazu beruft der Bischof bis zu 10 Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, die sich mit der Katholischen Kirche und den Zielen der Stiftung identifizieren in das Kuratorium.

(sus; Foto: Sperling)

Begegnung zwischen Bischof Dr. Feige und den Kandidaten für die Lehrbeauftragung für Katholische Religion

12.05.2022

Zu einem Austauschtreffen mit Kandidatinnen und Kandidaten für die Missio canonica lud Bischof Dr. Feige am 11. Mai 2022 ein. 

Bischof Feige berichtete von seinen Erlebnissen im Religionsunterricht unter den Gegebenheiten bis zum Mauerfall und kurz danach. Demgegenüber schilderten die jungen Religionslehrkräfte ihre Erfahrungen. Einig waren sich die Lehrkräfte, dass es für das Geschäft des Religionsunterrichtes motivierter und kreativer Köpfe bedarf, die sich nicht davor scheuen, unkonventionelle Wege zu gehen oder schulorganisatorische Hürden zu überspringen. Sie sprachen sich dafür aus, noch stärker kooperative Unterrichtsformate zu etablieren, um Lerngruppen zu stabilisieren. Religionslehrer in einer doppelten Diaspora wie hier im Land sollten konfessionell selbstbewusst und zugleich offen für Kooperationen sein. (peg)

Auf dem Bild zu sehen sind: v.l.n.r.: Mateo Topalovic´ Patricia Erben-Grütz (ESS), Anna Mogwitz-Wolff, Bischof Dr. Feige, Cornelia Henkel (ESS), Ágnes Katharina Wörster

Foto: Ch. Vogt

Liborius-Gymnasium in Dessau-Roßlau: Antarktiskontakt am 08.02.2022 mit DP0GVN

10.02.2022

Am 8. Februar ab 10:00 Uhr war es so weit: SchülerInnen aus den Physik-Kursen und der AG Amateurfunk des Liborius-Gymnasiums in Dessau-Roßlau kamen eine Stunde lang mit Theresa Thoma und drei ihrer KollegInnen auf der Neumayer-Station III in der Antarktis über Fragen der Forschung und des Lebens im ewigen Eis ins Gespräch – und das über Amateurfunk und einen geostationären Satelliten!

Einen Eindruck von diesem tollen Event vermittelt der Beitrag auf mdr vom 08.02.2022 (Minute 16-20 wählen).

Weitere Hintergrund-Informationen zur Vorgeschichte und Planung des Kontaktes gibt es hier.

 

(Foto: Liborius-Gymnasium)

Online Elternlounge – ein Angebot für unsere Eltern

09.02.2022

Für alle Eltern von Kindern an den Grund- und weiterführenden Schulen der Edith-Stein-Schulstiftung

"Zwischen Kinderlärm, Arbeitsstress und Einkaufstüten."

Orientierung im Dickicht des Familienalltags

moderierte Gesprächsrunde mit erziehungsspezifischem Impuls;
- jeweils am ersten Mittwoch im Monat;
- von 19.30 bis ca. 21.00 Uhr; 
im Videokonferenzformat;
- mit Kess-Referentin Jana Strahl:
- Telefon: 0391/28886393 oder 01520/905639 
- E-Mail: strahl@kesse-familien.de

Termine und Themen:
02.03.2022 "Wachsame Sorge" - Wie Eltern ihre Kinder gut begleiten.
06.04.2022 "Mir platzt gleich der Kragen!" - Wohin mit Ärger, Wut und Enttäuschung?
04.05.2022 "Schon wieder Zoff ums Abräumen." - Familienkonflikte gemeinsam und strategisch lösen.
01.06.2022 "So´n blöder Bruder!" - Umgang mit Geschwisterstreit
06.07.2022 "Dem Leben trauen." - Das Konzept der Salutogenese nach Antonovsky.

Anmeldungen über die Referentin oder https://forms.office.com/r/FQhF6gbjR9.

OnlineElternlounge.pdf

Schutz vor sexuellen Missbrauch

01.02.2022

Vor wenigen Tagen wurde die Missbrauchsstudie der Kanzlei Westphal Spilker Wastl (WSW) zu den Fällen des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum München und Freising veröffentlicht.

Die dort zu Tage beförderten Fakten über den sexuellen Missbrauch und seine spätere Vertuschung beschämt uns als Christen zutiefst. Unendlich traurig macht uns das Leid, welches den Menschen unter dem Dach unserer Kirche zugefügt wurde.

Die Edith-Stein-Schulstiftung hat seit dem Bekanntwerden von Missbrauch und sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext im Jahr 2014 umfangreiche strukturelle und präventive Maßnahmen getroffen, um die ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler vor solchen Straftaten zu schützen. Aus diesem Grund hat sie sich bereits vor Jahren einem Institutionellen Schutzkonzept verpflichtet.

Ziel ist es - im Kontext der eigenen Schulen - Schülerinnen, Schüler und weitere Schutzbefohlene vor sexuellen Missbrauch zu schützen und den Umgang mit Verdachtsfällen von strafbaren sexualbezogenen Handlungen, sexuellen Übergriffen und Grenzverletzungen durch Lehrkräfte und weitere Personengruppen verbindlich zu regeln.

Gegenwärtig wird das Institutionelle Schutzkonzept der Edith-Stein-Schulstiftung evaluiert und aktualisiert.

 

(Vorstand, Januar 2022)

Den Heiligen Franziskus hätte es gefreut!

22.10.2021

Unsere St. Franziskus-Grundschule in Halle hat ihr Jubiläumsjahr zum 20jährigen Bestehen mit einem Brunnenfest begonnen.

Eingeweiht wurde ein Brunnen für den Schulgarten, der erst durch das Engagement und die finanzielle Unterstützung des Fördervereins der Schule und der Stadtwerke Halles möglich wurde.

Nun können Blumen, Obst und Gemüse im Schulgarten der St. Franziskus-Grundschule gedeihen und von der wunderbaren Schöpfung Gottes Zeugnis geben, die schon der Heilige Franziskus besungen hat.