Abschied nach vielen Jahren im Dienst der religiösen Bildung
21.09.2026
Mit großer Dankbarkeit haben wir Emanuela Salomon in den Ruhestand verabschiedet. Über viele Jahre hat sie angehende Religionslehrerinnen und Religionslehrer begleitet und die religiöse Bildung in Sachsen-Anhalt und im Bistum Magdeburg mitgeprägt.
Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen haben wir am 11. September 2026 bei einer Andacht und einem anschließenden Beisammensein auf ihr langjähriges Wirken zurückgeblickt und Danke gesagt.
Dass es dabei um weit mehr ging als um die Stationen eines langen Berufslebens, machte Stiftungsvorstand Steffen Lipowski in seiner Begrüßung deutlich. Wer Religion unterrichte, begegne jungen Menschen mit ihren Fragen, Hoffnungen, Zweifeln und ihrem persönlichen Glauben. Dafür brauche es neben fachlicher Kompetenz und pädagogischem Geschick vor allem eine innere Haltung und eine besondere Persönlichkeit.
Rund 40 angehende Religionslehrkräfte begleitet
Diese Haltung hat Emanuela Salomon auch in die Ausbildung angehender Religionslehrerinnen und Religionslehrer eingebracht. Als Fachseminarleiterin begleitete sie mit großer fachlicher Kompetenz und persönlichem Einsatz rund 40 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auf ihrem Weg in den Beruf. Sie gestaltete Ausbildungsbesuche ebenso wie das konfessionsübergreifende Blockseminar im Kloster Drübeck und stand den angehenden Lehrkräften mit Rückmeldungen, kritischen Impulsen und Ermutigung zur Seite.
Auch über die Seminararbeit hinaus hat sie den Religionsunterricht mitgeprägt. Als Fachbetreuerin wirkte sie an der Lehrplanarbeit und an der Einführung der Kompetenzorientierung mit, unterstützte die Vorbereitung von Abschlussprüfungen an verschiedenen Schulstandorten und engagierte sich in Prüfungskommissionen. Als Fachprüferin setzte sie sich dabei nicht nur für die angehenden Religionslehrkräfte, sondern immer auch für die fachlichen Qualitätsstandards des Religionsunterrichts ein.
Vieles wirkt weiter
Ein Bild aus dem ersten Korintherbrief zog sich durch die Andacht von Patricia Erben-Grütz und passte besonders gut zum Anlass: Menschen können pflanzen und begießen – das Wachstum aber liegt nicht allein in ihrer Hand. Wer lehrt und begleitet, sät Gedanken aus, eröffnet Horizonte und gibt jungen Menschen etwas mit auf ihren Weg. Welche Früchte daraus entstehen, zeigt sich manchmal erst viele Jahre später.
Und so endet mit dem Ruhestand zwar die aktive berufliche Zeit von Emanuela Salomon. Vieles von dem, was sie in all den Jahren gepflanzt und weitergegeben hat, bleibt jedoch: in den Religionslehrerinnen und Religionslehrern, die sie ausgebildet und begleitet hat, in deren Unterricht und damit auch bei den Schülerinnen und Schülern, die ihnen künftig begegnen werden.
Für dieses langjährige Engagement, für ihre fachliche Begleitung, ihre Zeit, ihre Geduld und ihren Einsatz für den Religionsunterricht sagen wir von Herzen Danke.
Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschen wir Emanuela Salomon alles Gute, viele schöne neue Freiräume und Gottes Segen.
Bildrechte: Edith-Stein-Schulstiftung