Gemeinsam Schule gestalten: Neue Schulleiterin am Elisabeth-Gymnasium feierlich eingeführt
06.11.2026
Seit Beginn des Schuljahres 2026/27 steht Anne Gnielka an der Spitze des Elisabeth-Gymnasiums in Halle (Saale). Am 16. Oktober wurde die neue Schulleiterin im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der Schulgemeinschaft willkommen geheißen.
Die gesamte Schülerschaft, Lehrkräfte, Mitarbeitende und zahlreiche Gäste kamen in der Moritzkirche zum festlichen Gottesdienst zusammen, den die Schulgemeinschaft aktiv mitgestaltete. Ein besonderer Moment war die Segnung durch Bischof Dr. Gerhard Feige, der Anne Gnielka für ihre neue Aufgabe Gottes Beistand zusprach.
Anne Gnielka folgt auf Hans-Michael Mingenbach, der das Elisabeth-Gymnasium 16 Jahre lang leitete und zum Ende des vergangenen Schuljahres feierlich in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Lehrerin für Ethik, Sozialkunde und Geschichte war zuvor an der Landesschule Pforta tätig. Dort unterrichtete sie seit 2015 und übernahm neben ihrer Lehrtätigkeit Verantwortung in der Internatsleitung und Schulentwicklung.
Schule lebt vom Miteinander
In seinem Grußwort griff Steffen Lipowski, pädagogischer Vorstand der Edith-Stein-Schulstiftung, einen Gedanken auf, der bereits in den ersten Gesprächen mit Anne Gnielka deutlich geworden sei: Schule ist mehr als ein Ort, an dem Unterricht organisiert und Wissen vermittelt wird. Sie ist ein Lebensraum, in dem junge Menschen miteinander lernen, sich entwickeln und ihren eigenen Weg finden.
Dabei erinnerte er an einen Satz aus ihrem Motivationsschreiben: „Nicht alles kann ich.“
Für Lipowski bringt dieser Satz eine wichtige Haltung zum Ausdruck: Gute Schulleitung bedeutet nicht, alles selbst leisten zu müssen, sondern Menschen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, ihre Fähigkeiten einzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Gerade darin sieht er eine Stärke des Elisabeth-Gymnasiums: eine Schulgemeinschaft, in der viele Menschen bereit sind, Schule aktiv mitzugestalten. Anne Gnielka bringt dafür nicht nur ihre beruflichen Erfahrungen mit, sondern auch die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, Fragen zu stellen und Entwicklungen gemeinsam anzustoßen.
Bildung, die den ganzen Menschen im Blick hat
Diese Haltung knüpft an die Geschichte und das Selbstverständnis des Elisabeth-Gymnasiums an. Die Schule entstand 1991 aus dem Wunsch heraus, nach der politischen Wende einen Ort christlich geprägter Bildung zu schaffen.
Bis heute verbindet sie hohe Bildungsansprüche mit einem Menschenbild, das Schülerinnen und Schüler nicht allein an ihren Leistungen misst. Unterschiedliche Überzeugungen haben hier ebenso ihren Platz wie die Orientierung an christlichen Werten. Entscheidend ist, junge Menschen in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten.
Auch für Anne Gnielka sind gute Beziehungen zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern eine wesentliche Grundlage für gelingende Bildung. Damit knüpft sie an das Selbstverständnis der Schule an und möchte zugleich eigene Impulse für deren Weiterentwicklung setzen.
„Denn am Ende sind es die Menschen und auch ihre Beziehungen, die eine gute Schule ausmachen“, betonte Steffen Lipowski. Wie Menschen miteinander umgehen, einander zuhören, Fehler zulassen und Verantwortung füreinander übernehmen, prägt das Leben einer Schule ebenso wie ihre pädagogischen Konzepte.
Wir wünschen ihr für ihre neue Aufgabe Kraft und Gelassenheit, Mut und Zuversicht und viele Menschen an ihrer Seite, mit denen sie das Elisabeth-Gymnasium weiterentwickeln kann.
Bildrechte: Edith-Stein-Schulstiftung / Elisabeth-Gymnasium