Mit Klarheit und Weitblick: Hans-Michael Mingenbach nach 16 Jahren als Schulleiter verabschiedet
15.07.2026
Nach 16 Jahren an der Spitze des Elisabeth-Gymnasiums wurde Hans-Michael Mingenbach am 2. Juli mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Moritzkirche Halle (Saale) und einem anschließenden Festakt in den Ruhestand verabschiedet. Gemeinsam mit zahlreichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern wurde auf eine Amtszeit zurückgeblickt, die von Schulentwicklung, Dialog und einem klaren Blick in die Zukunft geprägt war.
Ein Abschied unter Gottes Segen
Der Tag begann mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Moritzkirche. In seiner Predigt würdigte Bischof Dr. Gerhard Feige den langjährigen Dienst von Hans-Michael Mingenbach am Elisabeth-Gymnasium. Mit seinem Segen stellte er den Übergang in den Ruhestand unter Gottes Begleitung und sprach ihm Zuversicht für den neuen Lebensabschnitt zu.
Beim anschließenden Festakt wurde auf 16 Jahre engagierter Arbeit als Schulleiter zurückgeblickt. Unter den Gästen waren unter anderem Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, der selbst viele Jahre als Lehrer am Elisabeth-Gymnasium tätig war, sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus Kirche, Bildung und der Schulgemeinschaft.
Schule weiterdenken
Bereits in seiner Bewerbung um die Leitung des Elisabeth-Gymnasiums formulierte Hans-Michael Mingenbach den Anspruch, Bewährtes mit Neuem zu verbinden und den Horizont zu erweitern. In seiner Festrede griff Steffen Lipowski, Pädagogischer Vorstand der Edith-Stein-Schulstiftung, diesen Gedanken auf und stellte fest, dass genau dies in den vergangenen 16 Jahren gelungen sei.
„Sie sind nicht nach Halle gekommen, um Bewährtes lediglich fortzuführen. Sie sind gekommen, um Bestehendes wertzuschätzen, Neues zu entwickeln und beides miteinander zu verbinden“, zitierte Lipowski aus Mingenbachs Bewerbung und machte deutlich, wie konsequent dieser Anspruch das Wirken des scheidenden Schulleiters geprägt habe.
Unter seiner Leitung entwickelte sich das Elisabeth-Gymnasium kontinuierlich weiter. Das dialogisch-diakonische Schulkonzept wurde ebenso gestärkt wie die kollegiale Fortbildung, die Inklusion, die Digitalisierung und die Ausbildung angehender Lehrkräfte. Projekte wie LINDIUS, internationale Schulpartnerschaften und zahlreiche weitere Initiativen zeigen, dass Schulentwicklung für Hans-Michael Mingenbach niemals Selbstzweck war, sondern stets den Schülerinnen und Schülern diente.
Verantwortung über die Schule hinaus
Hans-Michael Mingenbach verstand Schule stets als Teil eines größeren Ganzen. Im engen Austausch mit der St. Franziskus-Grundschule und der St. Mauritius-Sekundarschule entwickelte er das katholische Schulzentrum in Halle kontinuierlich weiter und stärkte die Zusammenarbeit zwischen den drei Schulen. Gleichzeitig engagierte er sich in schulischen und gesellschaftlichen Gremien, pflegte enge Kooperationen mit Partnern aus Bildung, Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft und brachte seine Erfahrungen weit über das Elisabeth-Gymnasium hinaus ein.
In seiner Rede erinnerte Steffen Lipowski an die Worte des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry: Wer ein Schiff bauen wolle, müsse nicht zuerst Holz sammeln lassen, sondern die Sehnsucht nach dem weiten Meer wecken. Genau diese Fähigkeit, Menschen für gemeinsame Ziele zu begeistern und Entwicklungen anzustoßen, habe Hans-Michael Mingenbach in besonderer Weise ausgezeichnet.
Dank für 16 Jahre Engagement
Die Grußworte machten noch einmal sichtbar, wie vielfältig Hans-Michael Mingenbach das Schulleben geprägt hat – als Schulleiter, Gesprächspartner, Impulsgeber und verlässlicher Wegbegleiter. Musikalisch wurde der Festakt durch verschiedene Instrumentalbeiträge und den Eltern-Mitarbeiter-Lehrer-Chor des Elisabeth-Gymnasiums begleitet.
Im Rahmen der offiziellen Verabschiedung verabschiedeten die Vorstände Steffen Lipowski und Sven Gora Hans-Michael Mingenbach in den Ruhestand. Mit der Überreichung der Urkunde und der Stiftungsplakette dankten sie ihm für seinen langjährigen Einsatz im Dienst der Edith-Stein-Schulstiftung und verbanden ihre guten Wünsche mit Gottes Segen für den neuen Lebensabschnitt.
Spuren, die bleiben
Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet für Hans-Michael Mingenbach eine 16-jährige Zeit an der Spitze des Elisabeth-Gymnasiums. Viele Entwicklungen, die das Elisabeth-Gymnasium heute auszeichnen, tragen seine Handschrift und werden die Schule auch künftig prägen.
Die Edith-Stein-Schulstiftung dankt Hans-Michael Mingenbach für 16 Jahre verantwortungsvolle Leitung des Elisabeth-Gymnasiums, für seinen Gestaltungswillen, seinen Weitblick und sein langjähriges Engagement für katholische Bildung. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm Gesundheit, viele bereichernde Begegnungen und Gottes reichen Segen.
Bildrechte: Edith-Stein-Schulstiftung