Lernen in einer Kultur der Digitalität: Pädagogischer Tag am Katholischen Schulzentrum Halle (Saale)
22.04.2026
Wie kann Lernen und Lehren in einer Kultur der Digitalität gelingen und welche Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Pädagogische Tag am 24. März 2026 am Katholischen Schulzentrum in Halle (Saale).
Schulübergreifendes Lernen am gemeinsamen Standort
Am Bildungsstandort Halle (Saale) bilden die St. Franziskus-Grundschule, die St. Mauritius-Sekundarschule und das Elisabeth-Gymnasium gemeinsam das Katholische Schulzentrum. In unmittelbarer Nachbarschaft arbeiten die Schulen eng verzahnt und schulformübergreifend. Pädagogische Entwicklungen werden dabei in gemeinsamer Verantwortung gestaltet und aufeinander abgestimmt.
Der Pädagogische Tag wurde für alle Kolleginnen und Kollegen der Schulen der Edith-Stein-Schulstiftung geöffnet und bot so einen schulübergreifenden Rahmen für Austausch und gemeinsame Weiterentwicklung.
Lernen mit und über KI
Eröffnet wurde der Tag von den drei Schulleitugen des Schulzentrums: Iris Wiese, Katrin Wenzlaff und Michael Mingenbach.
Den inhaltlichen Auftakt bildete eine Keynote von Dr. Kay Adenstedt vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA), der das Lernen „über und mit KI“ in den Kontext aktueller Entwicklungen stellte.
Dabei wurde deutlich: Künstliche Intelligenz ist längst Teil schulischer Realität und eröffnet neue Möglichkeiten für Unterricht, Lernprozesse und Prüfungskultur.
In zwei Workshop-Phasen arbeiteten die Teilnehmenden anschließend an konkreten Fragestellungen – von grundlegenden Zugängen zur KI über den Einsatz digitaler Tools im Unterricht bis hin zu Fragen einer veränderten Aufgaben- und Prüfungskultur. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere der reflektierte Einsatz von KI im Unterricht („begleiten statt verbieten“), kooperative und selbstständige Lernformate sowie neue Ansätze für das Prüfen mit und trotz KI.
Peer-Review im Netzwerk „Blick über den Zaun“
Ein besonderer Bestandteil des Tages war die Einbindung des Netzwerks Blick über den Zaun (BüZ), in dem das Schulzentrum aktiv mitarbeitet. Im Rahmen einer Peer-Review begleiteten Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bundesländern die Arbeit vor Ort und gingen der Frage nach, in welchen Formen digital gestütztes Lernen und Lehren am Schulzentrum bereits sichtbar ist.
Die Rückmeldungen zeichnen ein differenziertes Bild: Digitale Medien sind im Unterricht vielfältig präsent – von visualisierenden Präsentationsformen bis hin zu Tools für eigenständiges Lernen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass insbesondere die kollaborativen Möglichkeiten digitaler Werkzeuge noch stärker genutzt werden können. Daraus ergibt sich die Empfehlung, vorhandene Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und gemeinsam verbindliche Orientierungen für das Lernen in einer Kultur der Digitalität zu schaffen.
Schulentwicklung gemeinsam gestalten
Der Pädagogische Tag bot damit Raum für fachlichen Input, praktische Erprobung und schulübergreifenden Austausch. Die Ergebnisse des Tages werden nun gesichert und in die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung eingebracht.
Ziel ist es, die Potenziale digitaler Werkzeuge und von Künstlicher Intelligenz verantwortungsvoll zu nutzen und zugleich das zentrale Anliegen katholischer Bildung zu stärken: die Förderung eines „gebildeten Geistes“ und die Befähigung junger Menschen zu verantwortlichem Handeln in einer zunehmend digitalen Welt.
Bildrechte: Edith-Stein-Schulstiftung