Christliche Haltung in herausfordernder Zeit: Schülerinnen und Schüler des Elisabeth-Gymnasiums im Gespräch mit Bischof Dr. Gerhard Feige

27.04.2026

Die Idee, über Haltungen und Prinzipien eines verantwortlich gelebten Christseins in unserer Zeit zu sprechen, war im Sommer 2025 entstanden. Ein Reli-Kurs diskutierte die Friedensethik der Bergpredigt und stellte dabei die Grundsatzfrage: Hat Religion, haben Christen zu gesellschaftlichen Zukunftsfragen „etwas zu sagen“, oder gehört Religion - wie nicht wenige Zeitgenossen meinen – ins Private?

 

Schülerinnen und Schüler aus den Ethik- und Religionskursen des 12. Jahrgangs bereiteten das Gespräch mit Bischof Dr. Feige in mehreren Runden vor. Aufmerksam hatten sie den Brief des Bischofs von Magdeburg zur österlichen Bußzeit 2026 „Von christlichen Prinzipien gesellschaftlichen Zusammenlebens“ gelesen. Den Vorbereitungen folgend soll es um das Zueinander von Demokratie und Religion, um Herausforderungen für die christliche Friedensethik, um medizinethische Konflikte und – nicht zuletzt – um die Zukunftsfrage „Worauf dürfen wir hoffen?“ gehen. Mitte März 2026 dann trafen sich der Bischof und der Jahrgang in der Aula des Elisabeth-Gymnasiums.

 

„Demokratie braucht Religion.“

 

In seinem Eingangsstatement erinnert Bischof Feige schlaglichtartig an Etappen im Verhältnis von Religion und Politik, von Kirche und Staat in der europäischen Geschichte: Von der Konstantinischen Wende – das Christentum wird Staatsreligion – über die mittelalterlichen Zweckbündnisse zwischen geistlicher und weltlicher Macht oder die Konflikte darum, immer sicherte die enge Verbindung Einfluss auf das politische Geschehen wie das gesellschaftliche Leben, das ohne Religion, ohne Kirche nicht denkbar war. Erst die Französischen Revolution (1789) bringe mit der strikten Trennung von Kirche und Staat - dem Laizismus - ein neues Modell in die Geschichte ein.

Während sich die Französische Republik zu einem laizistischen Staat entwickelte, der Religion zur Privatsache mache, sei die Bundesrepublik Deutschland ein säkularer Staat geworden. Hier sei Kirche und Staat rechtlich getrennt, sei der Staat weltanschaulich neutral, garantiere die Religionsfreiheit, kooperiere aber zugleich mit den Kirchen z.B. bei den vielfältigen sozialen Diensten von Caritas oder Diakonie.

Der säkulare Staat, die Demokratie in Deutschland lebe „von Voraussetzungen, die sie mit ihren Mitteln, nämlich denen des Rechts, nicht garantieren kann“. Feige nimmt die Formulierung des früheren Verfassungsrichters und Religionsphilosophen Ernst-Wolfgang Böckenförde auf. Danach konne der demokratische Staat zwar einen freiheitlichen Rahmen für alle sichern, dass dieser dann auch funktioniere, hänge von den Menschen ab, ob und wie sie diesen nutzten, um sich für die Gesellschaft zu engagieren. Gesellschaftlicher Zusammenhalt brauche Sinnerzählungen, die Menschen motivierten. Solche tragenden Sinnerzählungen wiederum entstammen den Religionen oder Weltanschauungen.

Zugleich sieht der Bischof die vielfältigen Krisen, die Religion und freiheitliche Demokratie herausfordern. Das fördere eine „Gesellschaft der Ängste“, in der soziale und politische Spannungen entstehen und die Menschen in Verschwörungstheorien flüchten.

Die Menschen seien in ihrer „Weltbeziehung“ derart beeinträchtigt, dass es ihnen „an der Lust auf das Leben und am Vertrauen in das Leben gleichermaßen“ fehle. Jahrhunderte altes Wissen um sinnstiftende Symbole und Weltdeutungen gehe gerade ebenso verloren wie die Fähigkeit aufeinander zu hören und miteinander zu debattieren. Beide aber – Religion und Demokratie – lebten von der Bereitschaft, zuzuhören, sich anrufen zu lassen, in Resonanz zu treten. Feige nimmt die Analyse des Soziologen Hartmut Rosa auf, sieht die Religion vor die Aufgabe gestellt, gegen alle Angstszenarien daran zu erinnern, dass Zusammenleben mehr ist, als Interessen und Meinungen durchzusetzen. Mit Rosa sieht er von der Religion Traditionen und Praktiken angeboten, „die den Sinn dafür öffnen können, was es heißt, sich anrufen zu lassen, sich transformieren zu lassen, in Resonanz zu stehen“ (Rosa). Ohne diesen Sinn könne auch eine lebendige Demokratie nicht gelingen.

 

„Die Menschenwürde ist der Kern des christlichen Menschenbildes.“

 

In der anschließenden Gesprächsrunde knüpfen die Schülerinnen und Schüler an das Statement des Bischofs an. Johann will wissen, welche Haltungen, welche politischen Positionen aus christlicher Sicht nicht mehr tolerabel seien.

Bischof Feige verweist auf die Erklärung der deutschen Bischöfe „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ aus dem Februar 2024, der eine längere Auseinandersetzung der Bischöfe mit Populismus und Extremismus vorangegangen sei. Ein Prozess, in dem die katholischen Bischöfe, aber auch die Evangelische Kirche in Deutschland sich für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, für die Demokratie stark machen.

„Jeder Mensch“, so Feige, „besitzt eine unantastbare und unverfügbare Würde. Sie gründet in der Gottesebenbildlichkeit aller Menschen und ist die Basis der Menschenrechte.“ Werde die gleiche Würde aller Menschen geleugnet oder relativiert, wie es rechtsextremistische Gesinnungen und Konzepte tun, die auf Ab- und Ausgrenzung zielen, sei das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft, religiöser Zugehörigkeit und kultureller Prägung prinzipiell infrage gestellt.

Die Menschenwürde sei der Kern des christlichen Menschenbildes. Dieser Gedanke finde sich in unserer Verfassung wieder, denn das Grundgesetz stelle - in klarer Abgrenzung zum Nationalsozialismus - die Menschenwürde ausdrücklich in ihrer Bedeutung für die staatliche Ordnung und das gesellschaftliche Zusammenleben voran. Entsprechend sei ein ab- und ausgrenzender völkischer Nationalismus weder mit unserer Verfassung noch mit dem christlichen Menschen- und Gottesbild vereinbar, betont Feige.

 

Dann komme doch der CDU eine besondere Verantwortung zu, christliche Werte in ihrer Politik zu verwirklichen, hakt Johann nach.

Prinzipiell stimmt Bischof Feige dem zu, verweist aber auch darauf, dass mit einer Orientierung an Menschenwürde, Freiheit und Solidarität Christinnen und Christen in allen Parteien des demokratischen Spektrums politisch aktiv sein können. Da habe sich die Positionierung der Kirche seit den 1960er oder 1970er Jahren deutlich verändert. Damals habe es – sicherlich auch durch die Parteien-Geschichte in der noch jungen Bundesrepublik bedingt – Wahlaufrufe zugunsten der CDU gegeben. Schon seit längerem lege man sich da nicht mehr auf eine Partei fest, sondern spreche über Inhalte. Biographisch merkt Feige an, dass er vor dem Hintergrund seiner Lebenserfahrung in der DDR sich nicht habe vorstellen können, nach 1990 so intensiv für ein Leben in Demokratie und Freiheit werben zu müssen.

 

Von der vorrangigen Option der Gewaltfreiheit

 

Simon eröffnet den nächsten Abschnitt des Gesprächs: Vor vier Jahren hat Russland die Ukraine überfallen, seitdem ist wieder Krieg in Europa, seit wenigen Tagen ist Krieg im Nahen Osten – die bisherigen friedenethischen Orientierungen scheinen nicht mehr zu tragen. Ist Krieg aus christlicher Perspektive wieder eine Option der politischen Gestaltung?

Feige nimmt den zeitdiagnostischen Hinweis von Simon auf. Auch er spricht von einer „neuen Zeit“, sieht neue Formen und Situationen von Gewalt und die bisherige internationale Zusammenarbeit nicht mehr funktionieren. All das dürfe aber nicht dazu verleiten, die Vision vom „gerechten Frieden“ aufzugeben. Vielmehr sieht Feige die christliche Friedensethik herausgefordert, ihre unterschiedlichen Traditionen im Umgang mit Gewalt neu zu justieren. In diesem dringend zu führenden Gespräch, bei dem es um die Glaubwürdigkeit der christlichen Friedensbotschaft gehe, stehe eine jüngere Lehre legitimer Gewaltanwendung neben der älteren eines Pazifismus. Beiden gehe es um die Minimierung, letztlich um die Überwindung von Gewalt. Und: Mit der Charta der Vereinten Nationen stimmen „alle christlichen Positionen darin überein, jeden Angriffskrieg zu ächten. Dennoch müssen sie mit der Frage ringen, wozu einzelne Staaten bzw. die Staatengemeinschaft angesichts schwerer Gewalt gegen Dritte – z. B. im Falle von Vertreibung, schwerster Menschenrechtsverbrechen oder Genozid – verpflichtet sind und … welche Rechte und Möglichkeiten deren Opfer haben“. Feige verweist auf das Friedenswort der deutschen Bischöfe „Friede diesem Haus“, das sich intensiv dieser Diskussion stellt. Darin erläuterten die Bischöfe eine vorrangige Option für die Gewaltfreiheit, nicht die eines absoluten Gewaltverzichts. „Gewalt anzuwenden ist mit dem Geist der Gewaltfreiheit demnach dann und nur dann vereinbar, wenn dabei auf jede Gewalt verzichtet wird, die etwas anderes bezweckt, als Frieden und Gerechtigkeit zu fördern.“

Die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht mache diese friedensethischen Fragen für ihn persönlich und viele andere im Jahrgang sehr konkret, merkt Simon an. Da sei er sozusagen aufgespannt zwischen den Positionen.

Feige beschreibt, wie sehr er dieses Gefühl aus seiner Biographie kenne: Als er als junger, friedensbewegter Mann in der DDR den Dienst in der Nationalen Volksarmee verweigern wollte, bereit war, dafür ins Gefängnis zu gehen, und der Vater dagegenhielt. In der Rückschau sei er froh, dass der Vater ihn in seiner Radikalität gemildert habe. Er habe dann aber den Dienst mit der Waffe abgelehnt und sei als „Bausoldat“ gemustert worden, wurde dazu aber niemals einberufen. Zugleich weiß er heute um weitere Lebensstationen, deren Erfahrungen die frühere, vielleicht radikale pazifistische Haltung veränderten. Heute sehe er, dass die Freiheit zu verteidigen ist und frage sich, wie das gewaltfrei gelingen könne.

 

Auf Marias Frage, wie die Würde des Menschen in medizinethischen Konflikten am Anfang oder Ende des Lebens zu achten sei, verweist der Bischof auf den Respekt vor den Menschen, die in solchen Konflikten handeln müssen. Es kollidierten dabei Grundwerte, um die die betroffenen Menschen in der Regel wüssten und deshalb auch keine leichtfertigen Entscheidungen träfen. Am wenigsten führten Schuldzuweisungen zu Lösungen, vielmehr habe die Kirche zu helfen, dass Menschen solche Konfliktlagen bewältigen.

 

Eine Hoffnungsbotschaft für unsere Zeit

 

Nora erinnert daran, dass in den nahezu 90 Minuten des bisherigen Gesprächs viel von Krisen und Konflikten die Rede war – von Krieg, von Menschenverachtung und einer Zerstörung der Demokratie mit ihrem Freiheitsversprechen. Wenig ermutigende Zukunftsbilder seien dies. „Wir aber wollen Zukunft!“ Wie könnte eine Hoffnungsbotschaft für unsere Zeit klingen?

Zukunft, erwidert Feige, sei für ihn immer offen, schenke Chancen und Möglichkeiten zu entwickeln. Zugleich brauche Zukunft Erinnerung; sie werde lebendig und erst gestaltbar, wenn Vergangenes nicht verdrängt, Verantwortungen gesehen und in Optionen integriert werden. Nicht zuletzt sehe er sich und sein Zukunftsverständnis von der christlichen Botschaft der Auferstehung getragen: Niemals habe der Tod das letzte Wort, sondern das Leben. Das sei der Kern seiner Hoffnungsbotschaft für unsere Zeit.

 

Am Schluss der Gesprächsrunde segnet Bischof Feige den Jahrgang vor den jetzt anstehenden Abiturprüfungen. Die Schülerinnen und Schüler würdigen die Gesprächsrunde mit langem Applaus und zeigen sich beeindruckt, stellvertretend für viele merkt Julia an: „Ich habe klare Positionen gehört, das war sehr authentisch, gar nicht fromm, wie ich erwartet hatte. Warum wissen wir so wenig von dieser kirchlichen Haltung?“

 

Text: Hans-Michael Mingenbach, Elisabeth-Gymnasium
Fotos: Christine Fischer, Elisabeth-Gymnasium

 

 

Quellen und Literatur

Von christlichen Prinzipien gesellschaftlichen Zusammenlebens, Brief des Bischofs von Magdeburg zur österlichen Bußzeit 2026, Bistum Magdeburg 17.02.2026 - www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/fastenhirtenbrief-2026

 

„Friede diesem Haus“, Friedenswort der deutschen Bischöfe, 21. Februar 2024 - www.dbk-shop.de/de/publikationen/die-deutschen-bischoefe/hirtenschreiben-erklaerungen/friede-diesem-haus-friedenswort-deutschen-bischoefe#files

 

Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar. Erklärung der deutschen Bischöfe, 22. Februar 2024 - www.dbk.de/themen/erklaerung-zum-voelkischen-nationalismus

 

Hartmut Rosa, Demokratie braucht Religion – gerade jetzt!, Kösel-Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe, München 2026

Lernen in einer Kultur der Digitalität: Pädagogischer Tag am Katholischen Schulzentrum Halle (Saale)

22.04.2026

Wie kann Lernen und Lehren in einer Kultur der Digitalität gelingen und welche Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Pädagogische Tag am 24. März 2026 am Katholischen Schulzentrum in Halle (Saale).

Schulübergreifendes Lernen am gemeinsamen Standort

Am Bildungsstandort Halle (Saale) bilden die St. Franziskus-Grundschule, die St. Mauritius-Sekundarschule und das Elisabeth-Gymnasium gemeinsam das Katholische Schulzentrum. In unmittelbarer Nachbarschaft arbeiten die Schulen eng verzahnt und schulformübergreifend. Pädagogische Entwicklungen werden dabei in gemeinsamer Verantwortung gestaltet und aufeinander abgestimmt.

Der Pädagogische Tag wurde für alle Kolleginnen und Kollegen der Schulen der Edith-Stein-Schulstiftung geöffnet und bot so einen schulübergreifenden Rahmen für Austausch und gemeinsame Weiterentwicklung.

Lernen mit und über KI

Eröffnet wurde der Tag von den drei Schulleitungen des Schulzentrums: Iris Wiese, Katrin Wenzlaff und Michael Mingenbach.

Den inhaltlichen Auftakt bildete eine Keynote von Dr. Kay Adenstedt vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA), der das Lernen „über und mit KI“ in den Kontext aktueller Entwicklungen stellte.
Dabei wurde deutlich: Künstliche Intelligenz ist längst Teil schulischer Realität und eröffnet neue Möglichkeiten für Unterricht, Lernprozesse und Prüfungskultur.

In zwei Workshop-Phasen arbeiteten die Teilnehmenden anschließend an konkreten Fragestellungen – von grundlegenden Zugängen zur KI über den Einsatz digitaler Tools im Unterricht bis hin zu Fragen einer veränderten Aufgaben- und Prüfungskultur. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere der reflektierte Einsatz von KI im Unterricht („begleiten statt verbieten“), kooperative und selbstständige Lernformate sowie neue Ansätze für das Prüfen mit und trotz KI.

Peer-Review im Netzwerk „Blick über den Zaun“

Ein besonderer Bestandteil des Tages war die Einbindung des Netzwerks Blick über den Zaun (BüZ), in dem das Schulzentrum aktiv mitarbeitet. Im Rahmen einer Peer-Review begleiteten Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bundesländern die Arbeit vor Ort und gingen der Frage nach, in welchen Formen digital gestütztes Lernen und Lehren am Schulzentrum bereits sichtbar ist.

Die Rückmeldungen zeichnen ein differenziertes Bild: Digitale Medien sind im Unterricht vielfältig präsent – von visualisierenden Präsentationsformen bis hin zu Tools für eigenständiges Lernen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass insbesondere die kollaborativen Möglichkeiten digitaler Werkzeuge noch stärker genutzt werden können. Daraus ergibt sich die Empfehlung, vorhandene Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und gemeinsam verbindliche Orientierungen für das Lernen in einer Kultur der Digitalität zu schaffen.

Schulentwicklung gemeinsam gestalten

Der Pädagogische Tag bot damit Raum für fachlichen Input, praktische Erprobung und schulübergreifenden Austausch. Die Ergebnisse des Tages werden nun gesichert und in die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung eingebracht.

Ziel ist es, die Potenziale digitaler Werkzeuge und von Künstlicher Intelligenz verantwortungsvoll zu nutzen und zugleich das zentrale Anliegen katholischer Bildung zu stärken: die Förderung eines „gebildeten Geistes“ und die Befähigung junger Menschen zu verantwortlichem Handeln in einer zunehmend digitalen Welt.

 

Bildrechte: Edith-Stein-Schulstiftung

Wir nehmen Abschied von Bischof em. Leo Nowak

14.04.2026

Mit tiefer Traurigkeit, aber auch großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Bischof em. Leo Nowak, der am 12. April 2026 im Alter von 97 Jahren verstorben ist.

Bischof Leo hat in der Wendezeit mit seiner mutigen Entscheidung 1991 drei Gymnasien zu gründen, den Grundstein für den Aufbau des allgemeinbildenden Schulwesens im Bistum Magdeburg gelegt. Aus diesem ist im Jahr 2003 auch die Edith-Stein-Schulstiftung hervorgegangen.

Heute trägt die Edith-Stein-Schulstiftung als Trägerin von inzwischen 8 katholischen Schulen in Sachsen-Anhalt Verantwortung für ca. 3.300 Schülerinnen und Schüler und ca. 350 Beschäftigte.

Die Schulen ließ Bischof Leo als Bischof von Magdeburg unter dem Leitspruch „Um der Menschen willen“ errichten.  Sein Wirken ist damit bis heute lebendig und prägt den Bildungsauftrag unseres Bistums.

Er war in seiner Amtszeit ganz nah bei den Menschen in unserem Bistum und im Land Sachsen-Anhalt. Damit hat er vielen Menschen mit Distanz zur Kirche in unserem Bundesland die Möglichkeit gegeben, unsere Kirche als den Menschen zugewandt kennenzulernen.

Auch nach seinem Wechsel in den Ruhestand im Jahr 2004 war Bischof Leo immer wieder in den katholischen Schulen ein gern gesehener Gast und geschätzter Gesprächspartner.

Gedenken wir des Altbischofs in unseren Gebeten und bewahren wir ihn in dankbarer Erinnerung.

Magdeburg: Bischof Leo Nowak ist tot | MDR.DE

25.04.2026 Requiem für Altbischof Leo

St. Mauritius-Sekundarschule startet erstes Frankreich-Projekt

13.04.2026

Mit dem Besuch ihrer Partnerschule in Toulouse beginnt für die St. Mauritius-Sekundarschule erstmals eine internationale Zusammenarbeit.

11 Schülerinnen und Schüler des Französisch-Kurses (Klasse 10) besuchten ihre katholische Partnerschule, das Collège Saint Thomas d’Aquin. Vor Ort erhielten sie Einblicke in den Unterricht und den Schulalltag, tauschten sich mit französischen Jugendlichen aus und lernten die Schulgemeinschaft sowie die Stadt kennen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Berufsorientierung: Durch Besuche verschiedener Einrichtungen erhielten die Schülerinnen und Schüler praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder, unter anderem an der Luft- und Raumfahrt-Ingenieursschule ISAE-SUPAERO.

Das Projekt stärkt zentrale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Dazu zählen insbesondere die Anwendung der französischen Sprache im Alltag, interkulturelles Verständnis sowie die die Offenheit für neue Perspektiven.

Der gelungene Auftakt zeigt, wie wichtig solche internationalen Projekte für die persönliche und schulische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sind und welchen Beitrag sie zur Öffnung von Schule und zur Förderung zentraler Kompetenzen leisten. Gleichzeitig legt er die Grundlage für einen langfristigen Austausch.

Das Projekt wird durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Europäischen Bildungsstätte Magdeburg.

Bildrechte: St. Mauritius-Sekundarschule

St. Mauritius-Sekundarschule unter den Top 20 beim Deutschen Schulpreis 2026

02.04.2026

Die St. Mauritius-Sekundarschule gehört im Auswahlverfahren für den Deutschen Schulpreis 2026 zu den 20 besten Schulen bundesweit. Eine rund 50-köpfige Jury aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Verwaltung wählte sie aus über 80 Bewerbungen in die nächste Runde.

Der Deutsche Schulpreis wird von der Robert Bosch Stiftung GmbH und der Heidehof Stiftung GmbH vergeben und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen im Bildungsbereich in Deutschland. Er würdigt Schulen, die durch innovative pädagogische Konzepte, hohe Unterrichtsqualität und eine starke Schulgemeinschaft überzeugen.

Auszeichnung für pädagogische Qualität und Schulentwicklung

Die Auswahl der St. Mauritius-Sekundarschule unterstreicht die Qualität der pädagogischen Arbeit sowie die kontinuierliche Schulentwicklung vor Ort. Im Mittelpunkt stehen dabei individuelle Förderung, gemeinschaftliches Lernen und die Übernahme von Verantwortung im Schulalltag.

Jurybesuche in den kommenden Wochen

In den nächsten Wochen besuchen Juryteams die nominierten Schulen vor Ort. Im Mittelpunkt stehen Unterrichtshospitationen sowie Gespräche mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern und außerschulischen Partnern. Auf Grundlage dieser Besuche werden Mitte Juni die Schulen für das Finale nominiert.

Die St. Mauritius-Sekundarschule ist Teil der Auswahl und stellt sich in diesem Verfahren mit ihrem pädagogischen Konzept und ihrer gelebten Schulgemeinschaft der weiteren Bewertung.

Die Nominierung unterstreicht die Qualität der pädagogischen Arbeit an der St. Mauritius-Sekundarschule und markiert einen wichtigen Schritt im weiteren Auswahlverfahren.

Bildrechte: Deutscher Schulpreis

LEGO-Team der St. Mauritius-Sekundarschule erneut bei der FIRST LEGO League

27.03.2026

Monatelang wurde geplant, gebaut, programmiert und auch nach Schulschluss weitergetüftelt – jetzt hat sich die Arbeit ausgezahlt: Das Schulteam „MAURI-MAURI“ der St. Mauritius-Sekundarschule hat auch in diesem Jahr wieder an der FIRST LEGO League teilgenommen.

Beim Wettbewerb am 23. Januar 2026 an der Hochschule Merseburg präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit vor Jury und Publikum.

Die diesjährige Wettbewerbssaison stand unter dem Motto „UNEARTHED“. Dabei setzen sich die Teams mit Fragestellungen rund um Archäologie und das Freilegen verborgener Spuren auseinander und entwickeln dazu eigene Ideen und Lösungen.

Von der Idee bis zum fertigen Roboter

Über mehrere Monate hinweg arbeitete das Team im Rahmen der Freien Studien parallel an der Entwicklung eines Roboters und eines Forschungsprojekts zum Thema Archäologie. Die Gruppe entschied sich für die Entwicklung eines Multitools für Archäologinnen und Archäologen. Unterstützt wurde das Team dabei fachlich durch einen Archäologen, der Einblicke in die Praxis gab.

Im Laufe der Vorbereitung entstand der Roboter „OSCHI“ – ein auffälliges, schwarz-gelbes Modell mit verschiedenen Sensoren und individuell entwickelten Aufsätzen, das für den Wettbewerbsparcours programmiert wurde.

Wettbewerbstag in Merseburg

Nach den Präsentationen vor der Jury ging es für das Team an die letzten Anpassungen am Roboter, bevor die Robot-Duelle auf dem Spielfeld starteten. Nach ersten Schwierigkeiten gelang es dem Team, die Abläufe noch einmal anzupassen. Im entscheidenden Durchlauf erreichte „OSCHI“ schließlich 160 Punkte.

Für den Einzug ins Viertelfinale reichte es damit knapp nicht, das Team wurde jedoch für sein Forschungsprojekt nominiert.

Ein Projekt, das weiterwächst

Die Teilnahme an der FIRST LEGO League ist eingebettet in die Freien Studien sowie weitere Angebote im Ganztagsbereich – darunter Arbeitsgemeinschaften, Pausenangebote und Ferienformate. Dabei geben erfahrene Schülerinnen und Schüler ihr Wissen an jüngere weiter und entwickeln das Projekt so gemeinsam weiter.

Besonders deutlich wurde, wie stark der Zusammenhalt im Team war und wie gut alle zusammengearbeitet haben.

Den ausführlichen Bericht der St. Mauritius-Sekundarschule zum Wettbewerb finden Sie hier.

Führungskräfte-Qualifikation für Schulleitungen an katholischen Schulen

25.03.2026

Erstmals gestalteten die Träger katholischer Schulen in den mitteldeutschen Diözesen Dresden-Meißen, Erfurt und Magdeburg sowie im Erzbistum Berlin gemeinsam eine Führungskräfte-Qualifikation für Schulleitungen. Von März 2025 bis März 2026 fand das schulformübergreifende Seminar unter der Überschrift „Ich leite!“ in Berlin und Magdeburg statt.

 

Die 17 teilnehmenden Schulleitungen, die in ihren Schulen erst jüngst Leitungsfunktionen übernommen hatten, arbeiteten in sechs Seminarsitzungen entlang einer „Roadmap“, die die systemische Aufgabe von Schulleitung in den Mittelpunkt stellt. Entsprechend ging es in den Übungen, Reflexionen und Inputs um gute, sinnstiftende Führung, um eine Vision von Erziehung und Bildung in einer guten katholischen Schule, um Kriterien guten Unterrichts und wie sie durch Schulleitungshandeln gefördert werden können sowie immer wieder um die zentrale Herausforderung im Leitungshandeln: um gute und ressourcenorientierte Kommunikation. In Webinaren werden im Frühjahr 2026 die Themen „Konferenzen leiten“ und Schulrechtsfragen aufgegriffen.

 

Roadmap 

Die Leitung das Kurses - Dr. Joachim Schmidt, Anne-Kathrin Ostrop (Erzbistum Berlin), Beate Höwer, Hans-Michael Mingenbach (Edith Stein Schulstiftung des Bistums Magdeburg) - ist davon überzeugt, dass eine die Haltungen und Kompetenzen von Schulleitungen stärkende Qualifizierung direkte Auswirkungen auf die Schulentwicklung der einzelnen katholischen Schulen hat. Dementsprechend wirbt sie dafür, das regionalisierte Kursangebot für Leitungen von katholischen Schulen zukünftig zu verstetigen.

 

Text: Hans-Michael-Mingebach
Bildrechte: Edith-Stein-Schulstiftung

Förderpreis für Berufsorientierung: St. Mauritius-Sekundarschule erneut ausgezeichnet

02.03.2026

Die St. Mauritius-Sekundarschule in Halle (Saale) ist im Wettbewerb „BOF 5.000“ erneut für ihr besonderes Engagement in der Berufsorientierung ausgezeichnet worden. Der von der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau gemeinsam mit der Handwerkskammer Halle (Saale) vergebene Preis ist mit 500 Euro dotiert und würdigt praxisnahe, zukunftsorientierte Konzepte. Es ist bereits die sechste Auszeichnung dieser Art.

Ausgezeichnet wurde das Projekt „AquaFuture“, das praxisnahes Lernen mit Zukunftsfragen verbindet. Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen untersuchen Wasserproben aus schuleigenen Aquarien mithilfe moderner Mikroskoptechnik. Sie analysieren, dokumentieren und werten ihre Ergebnisse aus und lernen dabei typische Arbeitsweisen aus naturwissenschaftlichen, technischen und handwerklichen Berufsfeldern kennen.

Lernen mit Bezug zur Arbeitswelt

Im Mittelpunkt von „AquaFuture“ steht neben fachlichem Wissen vor allem das Erlernen berufsrelevanter Kompetenzen wie sorgfältiges Arbeiten, Teamfähigkeit, analytisches Denken und der sichere Umgang mit Technik. Berufsorientierung wird so im Unterricht konkret erlebbar.

Überreicht wurde der Preis von Dr. Simone Danek, Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau. Sie betonte bei der Preisverleihung die zentrale Rolle von Schulen in der Berufsorientierung:

„Der Ausbildungsmarkt ist aktuell wieder anspruchsvoller geworden – umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig bei der Berufsorientierung zu unterstützen. Schulen sind dafür ein zentraler Ansatzpunkt: Sie können Berufsorientierung verlässlich anbieten und Schülerinnen und Schüler durch praxisnahe Einblicke an Berufsfelder heranführen.“

Nachhaltigkeit als pädagogisches Leitmotiv

Das Preisgeld fließt in die Anschaffung neuer Mikroskope, die langfristig im Unterricht eingesetzt werden können. Gleichzeitig denkt die Schule bereits weiter: Am neuen Schulstandort in der Murmansker Straße entsteht ein Gewächshaus, das mit den vorhandenen Aquarien verbunden werden soll. Die Nährstoffe aus den Aquarien dienen dabei als natürliche Grundlage für das Pflanzenwachstum.

Das Gewächshaus soll künftig nicht nur von der Sekundarschule, sondern auch von der benachbarten St. Franziskus-Grundschule genutzt werden.

Die schulformübergreifende Zusammenarbeit ist ein zentraler Bestandteil des pädagogischen Selbstverständnisses der Edith-Stein-Schulstiftung.

Bildung mit Perspektive

Die erneute Auszeichnung zeigt, wie zeitgemäße Berufsorientierung gelingen kann: praxisnah, nachhaltig und nah an den Lebenswelten junger Menschen. Zugleich macht sie sichtbar, wie Schulen Verantwortung übernehmen und jungen Menschen tragfähige Perspektiven eröffnen.

Bildrechte: IHK Halle-Dessau/Uwe Köhn

Mit Auftrag und Haltung: Feierliche Übergabe der Missio canonica und Beauftragung zur Schulseelsorge

26.02.2026

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes erhielten am 20. Februar 2026 sieben katholische Religionslehrkräfte die Missio canonica, die kirchliche Beauftragung zur Erteilung katholischen Religionsunterrichts. Bischof Dr. Gerhard Feige sprach ihnen damit das Vertrauen aus, ihren Dienst als katholische Religionslehrkräfte im Auftrag der Kirche auszuüben. Zudem wurde eine Kandidatin zur Schulseelsorge am Norbertusgymnasium in Magdeburg von ihm beauftragt.

In seiner Predigt stellte der Bischof die Notwendigkeit und Aufgabe einer authentischen Positionierung von Religionslehrkräften und Schulseelsorgenden heraus. Diese stünden „in der Tradition einer Kirche, die für eine Haltung einsteht, die jeden Menschen annimmt als von Gott geschaffen und deshalb mit einer unveräußerlichen Würde ausgestattet.“ Diese Haltung zeige sich darin, den Glauben zu bezeugen, ohne zu indoktrinieren, für Werte einzustehen, ohne andere zu beschämen. Sie bedeute auch, zu widersprechen, wenn Menschenwürde verletzt werde, und zuzuhören, wenn Menschen ringen, zweifeln und suchen.

Die Missio canonica sei dabei kein bloßer formaler Akt, sondern Zuspruch und Zumutung zugleich: Ausdruck des Vertrauens der Kirche und zugleich Auftrag, den eigenen Glauben sichtbar und verantwortungsvoll in einem schulischen und gesellschaftlichen Raum zu vertreten, der von Vielfalt, Leistungsdruck und weltanschaulichen Spannungen geprägt ist.

Beauftragung zur Schulseelsorge

Mit der Beauftragung zur Schulseelsorge wurde zugleich die Bedeutung seelsorglicher Begleitung im Lebensraum Schule hervorgehoben. Schule sei nicht nur Lern-, sondern auch Lebensort, an dem junge Menschen Unterstützung, Orientierung und Hoffnung benötigten. Schulseelsorge eröffne Räume, in denen Menschen gesehen und begleitet werden – jenseits von Leistungsanforderungen und Bewertungen.

Fachtag zum christlichen Menschenbild

Am Vormittag kamen Religionslehrkräfte aus staatlichen und freien Schulen, Seiteneinsteigende an Schulen der Schulstiftung, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sowie Mitarbeitende der Kinder- und Jugendpastoral des Bistums zu einem Fachtag zusammen. Dieser widmete sich der Frage, welche Grundannahmen das christliche Menschenbild prägen und welche Konsequenzen sich daraus für pädagogisches und pastorales Handeln im schulischen Kontext ergeben.

Einen grundlegenden Impuls gab Prof. Dr. Holger Zaborowski von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt. Er eröffnete philosophische und theologische Perspektiven auf das christliche Verständnis vom Menschen und ordnete diese in gegenwärtige Herausforderungen ein.

In den anschließenden Workshops wurden die Themen praxisnah vertieft. Dabei ging es unter anderem um die interaktive Erschließung biblischer Texte, um Künstliche Intelligenz als Herausforderung für anthropologische Grundannahmen sowie um den Umgang mit Übergängen und Wandlungsprozessen im Leben junger Menschen – etwa darum, wie die Feier der Lebenswende biografische Übergänge im Jugendalter begleiten kann. Der Fachtag bot Raum für fachlichen Austausch und kollegiale Begegnung sowie für die gemeinsame Reflexion darüber, wie religiöse Bildung unter den Bedingungen heutiger Schule gelingen kann.

Predigt von Bischof Feige

Bildrechte: Edith-Stein-Schulstiftung

Nachhaltiger Schulneubau: Pressetermin auf der Baustelle der St. Mauritius-Sekundarschule

13.02.2026

Am 12. Februar 2026 fand auf der Baustelle der St.-Mauritius-Sekundarschule in der Murmansker Straße in Halle (Saale) ein Pressetermin statt. Medienvertreterinnen und -vertreter sowie Fachöffentlichkeit erhielten dabei Einblicke in den aktuellen Stand des Schulneubaus und in das zugrunde liegende nachhaltige Baukonzept.

Die Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg realisiert als Bauherrin den Neubau der St.-Mauritius-Sekundarschule. Mit dem zusätzlichen Gebäude entstehen auf rund 3.500 Quadratmetern moderne Klassenräume, offene Lernlandschaften und Fachwerkstätten für künftig bis zu 300 Schülerinnen und Schüler.

Konstruktion in Holz- und Lehmbauweise
Ziel des Projekts ist es, den Neubau CO₂-neutral zu errichten und auch im Betrieb möglichst klimafreundlich auszurichten. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der Planung auf der Reduktion der CO₂-Emissionen in Bau und Nutzung. Umgesetzt wird dies unter anderem durch eine tragende Holzkonstruktion, mit Zellulose gedämmte Außenwände sowie vorgefertigte Innenwände, die mit Lehmsteinen ausgefacht und mit Lehm verputzt werden. Ergänzt wird das Baukonzept durch ein Technikkonzept auf Basis erneuerbarer Energien, insbesondere Erdwärme und Photovoltaik.

Projektstand und Umsetzung
Der Bau schreitet zügig voran: Nach der Grundsteinlegung im Mai 2025 und dem Richtfest im November ist die Fertigstellung des Neubaus bis Ende 2026 vorgesehen. Möglich wird dies auch durch den hohen Vorfertigungsgrad der eingesetzten Holzelemente. Die Gesamtkosten von rund 15,4 Mio. Euro (brutto) bewegen sich dabei in einem bundesweit vergleichbaren Rahmen für Schulneubauten.

Ein prägendes Element des Gebäudes ist die Kombination aus Holz- und Lehmbauweise. Der Einsatz von Lehm trägt zu einem ausgeglichenen Raumklima, verbessert den Schallschutz und unterstützt durch seine hohe Speichermasse einen energieeffizienten Betrieb. Damit entsteht eine Lernumgebung, die ökologische Verantwortung und pädagogische Anforderungen miteinander verbindet.

 

Weitere Informationen

·       Pressemitteilung zur Baustellenbesichtigung

·       MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE: Video zum Pressetermin

·       Du bist Halle: Bericht zum nachhaltigen Schulneubau

 

Bildrechte: Edith-Stein-Schulstiftung